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von Heiko Both erstellt am 16.08.2012  

Nachdem Kollege Eckhard kürzlich den Firefox für Android präsentierte, will ich euch auch meinen persönlichen Favoriten unter den mobilen Internet-Browsern näher bringen.

Google Chrome hat ohne Zweifel einen rasanten Aufstieg am PC-Browsermarkt hingelegt. Nach weniger als vier Jahren wird Chrome je nach Statistik schon als meist genutzter Browser der Welt geführt und konnte alte Platzhirsche wie den Internet Explorer einholen und den Firefox überflügeln. Inzwischen bietet Google den Chrome Browser für praktisch alle Plattformen an, egal ob Windows, Linux, Mac OS, Android oder iOS.

Gerade unter den Androidnutzern hatten sich viele gewundert, wie lange Google dort einen anderen Systembrowser verwenden wird. Inzwischen ist diese Hürde gefallen, Google Chrome wurde aus dem Beta Status entlassen und mit dem neuen Nexus 7 Tablet liefert man erstmals Chrome als vorinstallierten Browser aus. Weiterführende Updates durch den Google Play Store oder Apples App Store könnten uns Endkunden zu regelmäßigen Sicherheits- und Feature-Updates verhelfen, ohne dass man ein komplettes Firmware Update durch den Hersteller braucht. Dieser Aspekt ist historisch betrachtet auf der Android-Plattform dringender erforderlich als bei iOS, aber wer weiß wo die Reise hinführt. Am klassischen Desktop-Computer publiziert Google sehr regelmäßig Updates für Chrome, ob sich dieser Trend auch auf die mobilen Systeme übertragen lässt, ist noch unklar.

Synchronisation über alle Ebenen

Für den modernen und mobilen Anwender verschmilzt die Nutzung des Internets zwischen verschiedenen Geräten immer mehr. Wir surfen unterwegs mit dem Smartphone, wenn es mal länger wird mit dem PC oder Laptop und auf der Couch auch gerne mal am Tablet. Da ist es natürlich ganz schön nervig, wenn ich mich unterwegs nicht an meinen gewohnten Bookmarks bedienen kann oder den eben angefangen Artikel unterwegs nicht zu Ende lesen kann, weil ich ihn in meiner Twitter-Timeline nicht mehr wieder finde.

Hier spielen momentan alle Browseranbieter die selbe Karte und meiner Meinung nach spielt Google sie einfach am besten: Der Chrome-Browser wird mit dem Google-Konto verknüpft, was ja eh fast jeder hat, und schon kann munter lossynchronisiert werden. Die Desktop-Version lässt euch Apps, Auto Fill Daten, Lesezeichen, Erweiterungen, den Omnibox-Verlauf, Passwörter, Einstellungen, Designs und geöffnete Tabs synchronisieren. Wer den Chrome-Browser schon länger nutzt, der weiß, dass diese Features Schritt für Schritt Einzug in Chrome gehalten haben. Eine Erweiterung der Features für die mobile Version von Google Chrome halte ich daher für sehr wahrscheinlich.

Momentan versetzt euch die Synchronisation in die glückliche Position, dass, egal ob am Rechner oder beim mobilen Begleiter nach Wahl, Ihr auf der neuen Tab-Seite Zugriff habt auf alle Tabs, die auf dem anderen Geräten ebenfalls geöffnet sind. Zusätzlich befinden sich alle Lesezeichen im ständigen Abgleich mit dem Google Konto und werden in beide Richtungen aktuell gehalten.

Dass man somit in einem ein Backup hat, muss ich wohl kaum erwähnen.

Funktionsumfang von Chrome

Chrome überzeugt durch ein schlichtes Auftreten und verwendet keine unnötigen Verzierungen und begrenzt auch seine Menüs auf das nötigste. In allen Systemen, Desktop wie Mobil, setzt Google auf die sogenannte Omnibox: Eine kombinierte Adress- und Suchleiste, die eure Eingaben sofort auswertet und entweder die URL vervollständigt oder eine Google-Suchanfrage formuliert.

Google Instant versucht dabei nach der Eingabe jedes einzelnen Buchstabens schon die richtigen Ergebnisse zu ermitteln. Dies funktioniert auch bei mittelmäßiger Internetgeschwindigkeit und schlechterem Netz überraschend gut. Auf Wunsch kann man diese Funktion auch auf den WLAN-Modus begrenzen, die Ersparnis im Datenvolumen sollte allerdings nicht allzu groß sein.

Die Verwaltung geöffneter Tabs ist über einen Button in der oberen rechten Ecke geregelt. Nach Drücken dieses Buttons sieht man eine Übersicht aller Tabs untereinander, durch die man zügig durch scrollen kann oder diese direkt über das kleine X am Rande schließt. Sollte man parallel Tabs im normalen Modus sowie im Inkognito-Modus geöffnet haben, sieht man in der Übersicht zwei Stapel von Tabs nebeneinander.

Der Inkognito-Modus ist sowohl am PC als auch am Smartphone verfügbar. Er deaktiviert das Aufzeichnen des Browserverlaufes und löscht beim Schließen der Tabs automatisch den zugehörigen Cache. Das Menü bietet noch ein paar weitere Einstellungen rund um die Schriftgröße, den Desktopmodus, Pop Ups blockieren und den Cache. Im Vergleich zu manch anderem Browser sind die Optionen eher gering, dafür aber übersichtlich.

Beide mobile Varianten bieten auch eine für Tablets optimierte Ansicht, links seht ihr einen Screenshot für Android, rechts für iOS:

 

Chrome als mobiler Standard Browser?

Als Nutzer der Android-Plattform hat man es natürlich etwas leicht im Verlgiech zu den iOS-Nutzern, wenn man seinen Browser wechseln will. Beim erstmaligen Aufrufen eines Links wird euer Android-Gerät fragen, ob ihr Chrome als Standard festlegen wollt und schon könnt ihr den alten Browser vergessen. Unter iOS werden die Links aus anderen Apps weiterhin in Safari geöffnet werden, ein wenig blöd, aber wenn man seine Bookmarks haben will, kann man bei Chrome anfangen und ist einen Schritt weiter als man es vielleicht sonst wäre.

Auch unter Android gibt es einen Wermutstropfen, denn Mindestanforderung an euer System heißt nichts weniger als Android 4.0. Wie wir alle wissen, sind damit so einige Geräte, die noch im Umlauf sind, außen vor. Das Problem lässt sich wohl nur durch die Zeit lösen und ich muss alle mit älteren System mir einer Durchhalteparole hinhalten.

Fazit

Da für mich Chrome am PC, aus Performancegründen, schon lange die erste Wahl ist, lagen die Vorteile der mobilen Version auf der Hand. Mich begleitet als Smartphone momentan ein Samsung Galaxy S3, die Performance im Android-Standardbrowser ist sehr zufriedenstellend, jedoch konnten mich die zusätzlichen Features von Google Chrome durchweg überzeugen. Seitdem ich Google Chrome installiert habe, fristet der Standardbrowser bei mir ein völlig ungenutztes Dasein.

Chrome downloaden und weiterführende Links

Gerät: Chrome
Product by:
Google
Version:
Variiert je nach System
Preis:
kostenlos
Bewertung:
4

Zusammenfassung:

In der gemischten Wertung über alle Systeme vergebe ich vier Sterne, da ab und an unerklärliche Dinge geschehen und man auch mal einen geöffneten Tab vom anderen Gerät nicht wie erwartet vorfindet. Zudem sollten die Favicons der Bookmarks dringend in höherer Auflösung hinterlegt werden. Trotzdem bleibt es für mich der klare Stern am Browserhimel.

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8 Kommentare

  • Eckhard Ruhnke
    Eckhard Ruhnke am 29.08.2012

    Toller Bericht, toller Browser! Leider musste ich ihn wieder von meinem XPERIA verbannen, weil er nicht aud die SD-Karte zu schieben war. Für meinen Telefonspeicher reichte es irgendwann nicht mehr.

    • Heiko Both
      Heiko Both am 30.08.2012

      Ich habe noch nie eine App auf die SD-Karte verschoben, achte halt auf vernünftigen Speicher bei der Geräte Auswahl. War schon vor 2 Jahren der Knackpunkt bei HTC Desire (128MB) gegen Samsung Galaxy S (1GB) ...

      Ist natürlich schade wenn man da haushalten muss, aber dann muss man Prioritäten setzen ;)

    Antworten

  • Ulf Kloevekorn
    Ulf Kloevekorn am 30.08.2012

    Chrome hat Safari aus meinem iPhone Dock verbannt... ;-)

    • Heiko Both
      Heiko Both am 30.08.2012

      Was wäre das cool, wenn man jetzt den Standardbrowser definieren könnte ;)

    Antworten

  • Annys
    Annys am 08.01.2013

    It looks beautiful, cmmoon Everywhere I go to show off Chrome to people, the first thing I show is the menu, cause it is new and unique.While I never use the Edit section, it is mostly for accessibility, the Zoom feature is pretty cool. It is nice to know within the menu what percentage you are at unlike others where you have just have + / / and normal.Soon, you will see your most requested feature, the tab tree which can be positioned at the side. I believe it could be done right now Sidebar API implementation has been done (in Dev Channel).

    Antworten

  • Annys
    Annys am 08.01.2013

    It looks beautiful, cmmoon Everywhere I go to show off Chrome to people, the first thing I show is the menu, cause it is new and unique.While I never use the Edit section, it is mostly for accessibility, the Zoom feature is pretty cool. It is nice to know within the menu what percentage you are at unlike others where you have just have + / / and normal.Soon, you will see your most requested feature, the tab tree which can be positioned at the side. I believe it could be done right now Sidebar API implementation has been done (in Dev Channel).

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  • Angelika Krämer-Weintz
    Angelika Krämer-Weintz am 07.04.2013

    läuft der auch auf Bada-Handys (Samsung Wave 3)??

    • Heiko Both
      Heiko Both am 08.04.2013

      Hallo Angelika,

      nein, leider gibt es keine Chrome Version für das Bada Betriebssystem.

      Ich denke auch nicht, dass Google diese liefern wird, da Chrome ständig weiterentwickelt wird und sich dieser Aufwand für Bada nicht lohnt. Die Nutzerzahlen sind gering und es wird wohl eh vom Markt verschwinden.

      Gruß Heiko

    Antworten

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